Hals-Nasen-Ohren Arztpraxis   

Dr. med Torsten Petzold    

Allergologie

Zu den allergisch verursachten Krankheitsbildern, die sich im HNO-Bereich manifestieren, zählen die allergische Nasenschleimhautentzündung (Rhinitis), die allergische Bindehautentzündung (Konjunktivitis) und das allergische Asthma bronchiale.
Diese können entweder vorübergehend saisonal (Pflanzenpollen, bestimmte Pilzsporen) oder ganzjährig Beschwerden (Hausstaubmilben, Pilzsporen, Bettfedern, Tierhaarallergene, Nahrungsmittel) verursachen. Betroffene Patienten leiden unter Fließschnupfen, einer behinderten Nasenatmung, Niesreiz, sowie einem lästigen Jucken der Augenbindehäute, des Gaumens und Rachens oder - besonders im fortgeschrittenen Alter - Reizhusten.


Allergiediagnostik

An Untersuchungsmöglichkeiten stehen neben einer ausführlichen Erhebung der Krankheitsgeschichte der sogenannte PRICK-Test und die Bestimmung von allergievermittelnden Antikörpern im Blut des Patienten zur Verfügung. Beim PRICK-Test werden Allergene in Tropfenform auf den Unterarm aufgebracht und die Haut vorsichtig angepiekt, um den Hautkontakt zu verstärken. Ist der Patient gegen das entsprechende Allergen sensibilisiert, lässt sich nach 15-20 min. an der Stelle eine juckende Quaddel mit Rötung der Umgebung erkennen.
Beim SCRATCH-Test werden nach ähnlichem Anritzen der Haut Nahrungsmittel direkt mit der Haut in Kontakt gebracht. Mitunter, insbesondere bei einer Hausstaubmilbenallergie, macht sich ein intranasaler Provokationstest nötig. Bei diesem wird nach Einsprühen der Testlösung in die Nase die Zunahme der Nasenatmungsbehinderung messtechnisch bestimmt.
Zusätzlich lässt sich durch eine Untersuchung des Blutes (RAST - Test) bestimmen, inwieweit allergievermittelnde Antikörper gebildet wurden und gegen welche Allergene sie gerichtet sind.


Allergiebehandlung (Hyposensibilisierung)

Beim Heuschnupfen oder einer Hausstaubmilbenallergie gelingt es durch Spritzen einer allergenhaltigen Lösung unter die Haut, den Körper an das Allergen zu gewöhnen. Die Spritzen werden in 4-6 wöchigem Abstand verabreicht und mit hauchdünnen Nadeln durchgeführt, so dass sie auch für Kinder schmerzarm sind.
Ist eine Hyposensibilisierungstherapie nicht möglich (Schwangerschaft, Einnahme bestimmter Medikamente) bzw. hat die Behandlung wider Erwarten zu keiner deutlichen Besserung der Beschwerden geführt, wäre als Alternativmethode eine Akupunktur (kombinierte Körper- und Ohrakupunktur) möglich, durch die sich die Beschwerden, zu mindest in der sich anschließenden Saison, lindern.