Hals-Nasen-Ohren Arztpraxis   

Dr. med Torsten Petzold    

Operative Korrektur des Gaumensegels beim Schnarchen und Schlafapnoe

Beim Schnarchen handelt sich um ein multifaktoriell verursachtes Problem der nächtlichen Atmung. Hauptursächlich werden die Schnarchgeräusche durch die im Schlaf erschlaffende Mundbodenmuskulatur und das damit verbundene Zurückfallen der Zunge, die den Luftstrom des Schlundes beengt und zu Vibrationen führt. Ein vergrößertes, schlaff herabhängendes Gaumensegel verlegt den Atemweg zusätzlich und verstärkt die Atemgeräusche. Nächtliche Mundatmung ist als begünstigender Faktor der Beschwerden bekannt, ebenso Übergewicht und Alkoholkonsum vor dem zu Bett gehen.
Diagnostisch muss zunächst ein obstruktives Schlafapnoe-Syndrom (OSAS) ausgeschlossen werden, da durch nächtliche Atemaussetzer und damit einhergehendem Abfall der Sauerstoffsättigung des Blutes die Gefahr, an Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems zu erkranken, wächst. Die Abklärung einer Allergie ist zu empfehlen.
Zur Behandlung stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, deren Erfolg im vorhinein nicht sicher vorausgesagt werden kann. Durch eine den Unterkiefer in einer vorgeschobenen Position während des Schlafes fixierenden Kunststoffschiene kann der Zwischenraum zwischen Zungengrund und Rachenhinterwand vergrößert und die Schnarchgeräusche vermindert werden. Die Schiene muss mittels Wärmeeinwirkung speziell vom HNO-Arzt angepasst werden.
Eine weitere, neue und erfolgversprechende Behandlungsmethode stellt die sogenannte Somnoplastie© mittels Radiofrequenztherapie dar. Hierbei handelt es sich um ein technisch sehr aufwendiges Verfahren bei dem äußerst hochfrequente Energie in eine im Gewebe platzierte Sonde eingespeist wird. Das Gewebe um die Sondenspitze wird dabei unter genauer Kontrolle der Temperatur erwärmt und fein dosiert denaturiert. In den folgenden 4-6 Wochen nach der Operation wird das überschüssige Gewebe abgebaut, wodurch es zur Schrumpfung und Straffung des Gewebes kommt. Die Somnoplastie wird zur Straffung des weichen Gaumens sowie zur Verkleinerung des Zungengrundes und der Nasenmuscheln mit nachfolgender Verbesserung der Nasenatmung eingesetzt. Mit der Reduzierung und Straffung des behindernden Gewebes kommt es durch die Abnahme der Vibrationsfähigkeit bedingt bei vielen Patienten zur Verminderung der Schnarchgeräusche. Die Somnoplastie wird in örtlicher Betäubung in der Praxis durchgeführt und nimmt ca. 10-20 Minuten in Anspruch. Eine Arbeitsunfähigkeitsschreibung des Patienten ist in der Regel nicht erforderlich. Das Verfahren stammt aus den USA und hat seit seiner Einführung in den Medien und bei Medizinern große Beachtung gefunden. Weitere Informationen finden Sie unter www.somnoplastie.de.