Hals-Nasen-Ohren Arztpraxis   

Dr. med Torsten Petzold    

Tonschwellenaudiogramm

Die Tonschwellenaudiometrie ist das Standartprüfverfahren zum Ausschluss oder Nachweis einer Hörstörung. Da man bei der Durchführung auf die Mitarbeit des Patienten (subjektives Verfahren) angewiesen ist, kann sie bei Kindern erst ab dem 3. - 4. Lebensjahr durchgeführt wird. Aufgezeichnet wird das Hörvermögen für Töne die seitengetrennt, zum einen über Kopfhörer und zum anderen über einen Knochenleitungshörer auf den Knochen hinter dem Ohr, appliziert werden. Aus dem Vergleich zwischen Luftleitungs- und Knochenleitungshörkurve kann unterschieden werden, ob die Hörstörung ihre Ursache im Schallübertragungsapparat des Mittelohres (Trommelfelldefekt bei chronischer Mittelohrentzündung, Flüssigkeitsansammlung in der Paukenhöhle, Versteifung der Gehörknöchelchenkette bei Otosklerose) hat oder ob das Innenohr, die sog. Hörschnecke als eigentliches Hörorgan geschädigt ist. In erstem Fall besteht möglicherweise die Möglichkeit einer hörverbessernden Operation durch Einsetzen einer Hörprothese oder durch einen operativen Verschluss des Trommelfells. Bei einer chronischen Innenohrschwerhörigkeit ist häufig nur eine Verbesserung durch Anpassen eines Hörgeräts möglich. Häufig ist nach einer Tonschwellenprüfung eine weiterführende Diagnostik mit objektiven Verfahren ( BERA, OAE) nötig.