Hals-Nasen-Ohren Arztpraxis   

Dr. med Torsten Petzold    

Tauchattest

Beim Tauchen in größere Tiefen kommt es, beim Ab- und Wiederauftauchen zu erheblichen Luftdruckunterschieden zwischen den luftgefüllten Hohlräumen des Kopfes, der Paukenhöhle des Ohres und den Nasennebenhöhlen ( NNH). Diese müssen vom Taucher ständig ausgeglichen werden, was über die Öffnungen der NNH passiv und über die Ohrtrompete aktiv geschieht.
Bei einer Behinderung der Belüftungsmechanismen, etwa durch Polypenbildung der Nase oder eine Insuffiziens der Ohrtrompete kommt es beim Wiederauftauchen zum schmerzhaften Sog an der Schleimhaut mit nachfolgender Einblutung und Blutaustritt aus der Nase und bei einer möglichen Trommelfellruptur auch aus dem Ohr. Eine Ruptur des Trommelfells kann weiterhin durch den Wassereinstrom zu lebensgefährlichen Schwindelbeschwerden bis zur Orientierungslosigkeit führen.
Aus diesen Gründen wird von den meisten Tauchsportveranstaltern eine HNO-ärztliche Untersuchung gefordert. Diese besteht aus einer mikroskopischen Ohruntersuchung und endoskopischen Untersuchung der inneren Nase, einer apparativen Beurteilung der Funktion der Ohrtrompete und einer Untersuchung der Gleichgewichtsfunktion. Ergänzend können Hörprüfverfahren und eine Ultraschalluntersuchung der NNH angeschlossen werden.
Bei unauffälligem Befund wird eine HNO-ärztliche Unbedenklichkeitserklärung erstellt. Die Untersuchung wird von den Krankenkassen nicht erstattet.